Net Zero Strategie

Net Zero umfasst das Ziel, ein Gleich­gewicht zwischen der Menge der Treibhaus­gas­emissionen und der Absorption der vorhandenen Treibhausgase aus der Atmosphäre herzustellen. Eine Net Zero Strategie liefert den Fahrplan für Ihr Unternehmen, um zu diesem Ziel beizutragen.

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Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft und schaffen Sie einen Mehr­wert, indem Sie netto-emissionsfrei werden.

Was bedeutet Net Zero?

Net Zero bedeutet ein Gleichgewicht zwischen vom Menschen verursachten Treibhaus­gas­emissionen und der Absorbtion von Treibhausgasen aus der Atmosphäre zu erreichen. Viele Unternehmen streben Net Zero Emissionen als Ergebnis ihrer Dekarbonisierungs- oder Klimastrategie an. Angesichts des fort­schreitenden Klima­­wandels sind Maßnahmen zur Dekarbo­nisierung dringend notwendig, aber schwierig umzusetzen. Eine maß­geschneiderte Strategie bietet die passende Anleitung für Ihr Unternehmen, um Treibhaus­gase reduzieren zu können und einen Beitrag zu den Klima­zielen zu leisten.

Viele Länder haben sich zur Einhaltung der Emissions­ziele des Kyoto-Protokolls verpflichtet. Neben Kohlendioxid (CO2) beziehen sich die Emissions­ziele auch auf Treibhaus­gase wie Methan (CH4) oder Distick­stoffoxid (N2O). Eine Net Zero Strategie umfasst also mehr als die Berechnung eines Fuß­abdrucks und die Verringerung von Treibhaus­gas­emissionen. Im Gegensatz zu Begriffen wie „klimapositiv“ oder „klimaneutral“, ist „Net Zero“ in den Leitlinien der Science Based Targets initiative (SBTi) klar definiert.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre:

Mit einer Netto Null Strategie können Unternehmen emissionsfrei werden und Umweltschutz leisten
Net Zero Ziel

Warum ist Net Zero wichtig?

Net Zero Ziele in Unternehmen haben durch den Klimawandel an Bedeutung gewonnen. Denn wie der IPCC-Bericht regelmäßig zeigt, hat die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre weitreichende Folgen für die Umwelt und das Leben auf der Erde. Schließlich geht die globale Erwärmung auch mit Unsicherheiten, Gefahren und auch mit finanziellen Risiken für Unternehmen einher.

Sowohl das Pariser Klimaabkommen als auch der EU Green Deal sind wichtige Beispiele für die Klima­politik, die sich in Folge auch auf die Nachhaltig­keit im Unternehmen auswirkt. „Fit for 55“ symbolisiert dabei das Ziel der EU, die Netto-Treibhaus­gas­emissionen bis zum Jahr 2030 um 55 % oder darüber hinaus zu senken. Daher hat sich die Reduktion von Treibhaus­gasen längst zu einem Thema entwickelt, welches sich in der Unter­nehmens­strategie niederschlägt.

Außerdem wird erwartet, dass die CO2-Steuer und -Bepreisung in den nächsten Jahren weiter stark ansteigen. Aus diesem Grund ist die Reduzierung der Treibhausgas­emissionen nicht nur als Beitrag zum Umweltschutz zu verstehen. Treibhaus­gase sind auch ein Kosten­faktor für Ihr Unternehmen. Das zeigt: Emissionen durch eine Net Zero Strategie zu senken, zahlt sich aus.
„Unternehmen müssen ihre Emissionen reduzieren, um den Klimawandel einzu­dämmen, Kosten zu sparen und um erfolgreich zu sein. Je früher, desto besser.“

– Margit Kapfer, Senior Manager Decarbonization

Wir unterstützen Sie beim Erreichen Ihres Net Zero Ziels
Unser Team setzt sich aus Berater*innen verschiedener Fachrichtungen zusammen. So bieten wir Unterstützung zu vielen Themen­feldern aus einer Hand, darunter Energie­effizienz, Umwelt­management, Imple­mentierung von Science Based Targets sowie die Ermittlung ihrer Scope-1-2-3-Emissionen bis in die Wert­schöpfungs­kette hinein (Scope-3-Emissionen). Als Nachhaltig­keits­berater*innen betrachten wir Ihre Net Zero Strategie im Kontext Ihrer Nachhaltigkeits­strategie. Wir unterstützen Ihr Vorhaben zur Dekarbonisierung in Über­ein­stimmung mit bestehenden Net Zero Standards und auf einer belastbaren wissen­schaftlichen Basis. Dazu orientieren wir uns an der international anerkannten Minderungs­hierarchie nach SBTi. Diese sieht vor, dass Unternehmen zunächst Maßnahmen setzen, die Emissionen reduzieren bzw. vermeiden. Erst danach werden verbleibende Emissionen neutralisiert.

5 Schritte: Ihre Net Zero Roadmap

Mit einer Net Zero Strategie verfolgen Sie eine klare Roadmap zur Reduzierung Ihrer Emissionen durch Aktivitäten, die tatsächlich Wirkung zeigen. Das umfasst fünf Schritte:

Carbon Footprint berechnen

Vermeidung von Energieverbrauch und Steigerung der Energieeffizienz

Bezug von erneuerbaren Energien

Reduktion der Emissionen in der Wert­schöpfungs­kette (Scope-3)

Zum Schluss: Neutralisierung verblei­bender Emissionen

Wir folgen einem klaren Prinzip: Erst reduzieren, dann die Restemissionen neutralisieren. Um Ihrem Ziel für Netto-Null-Emissionen näher zu kommen, unterstützen wir Sie bei der Durchführung der folgenden Schritte:

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Constantin Saleta

International Service Leader Decarbonization

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FAQ

Häufige Fragen zu Net Zero

Net Zero oder Netto-Null bedeutet, dass der Erdatmosphäre keine zusätzlichen Treibhausgase zugeführt werden. Net Zero bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen den 10-20 % der Treibhausgasemissionen zu erreichen, die möglicherweise nach Umsetzung aller Minderungsmaßnahmen verbleiben, und der Aufnahme und somit Entfernung dieser Emissionen durch technische oder biologische Prozesse aus der Luft.

Aufgrund der großen Menge an Treib­haus­gas­emissionen verändert sich unser Klima in einem rasanten Tempo. Die globale Erderwärmung nimmt ihren Lauf. Die Abmilderung des Klima­wandels kann nur gelingen, wenn alle zur Erreichung der Reduktions­ziele beitragen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Unternehmen, ihre Emissionen zu managen. Durch die Festlegung und Befolgung einer Net Zero Strategie unternehmen Sie die richtigen Schritte, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

CO2-Neutralität ist, ähnliche wie Klima­neutralität, kein einheitlich definierter Begriff. In letzter Zeit wurden einige Unternehmen beschuldigt,  Greenwashing zu betreiben, weil sie ihre Emissionen nicht reduziert, sondern sich auf zweifelhafte CO2-Kompensations­zertifikate gestützt haben, um die „Neutralität“ zu erreichen. Einige Unternehmen wurden hier auch auf Verbraucher­täuschung geklagt, da ein Unternehmen, Produkt oder Service als klimaneutral dargestellt wurde, was wissenschaftlich gesehen nicht korrekt war. Aus diesen und anderen Gründen empfehlen wir ein wissenschaftlich fundiertes und transparentes Dekarbonisierungsziel und einen Fokus auf die Reduzierung von Emissionen in Richtung Net Zero.

Net Zero oder Netto-Null-Emissionen sollten auf einer wissenschaftlichen Basis angestrebt werden. Das Science Based Targets (SBT) Konzept ist derzeit der einzige allgemein anerkannte Standard hierfür. Um Net Zero zu erreichen, müssen Ihre Emissionen nach wissen­schaftlichen Erkenntnissen um 80-90 % reduziert werden, abhängig von ihrer Branche. Alle Zertifikate, die zur Deckung der verbleibenden 10-20 % der Emissionen verwendet werden, sollten aus verifizierten Projekten stammen, die Kohlenstoff­dioxid aus der Atmosphäre langfristig binden. Auf diese Weise können Sie in Ihrem Unternehmen glaubwürdig zur Emissions­reduzierung im Rahmen einer Net Zero Strategie beitragen. Erfahren Sie jetzt mehr darüber, wie wir Sie bei der Festlegung von SBTi-Zielen unterstützen.

Für Net Zero müssen Unternehmen 80-90 % der Emissionen vollständig reduzieren und die verbleibenden 10-20 % durch Kohlenstoff­bindung neutralisieren, z. B. durch die Bindung und langfristige Speicherung von CO2 aus der Atmosphäre. Wichtig ist hier, dass die klassischen „Kompensations­zertifikate“, die theoretisch CO2-Ausstoß an anderer Stelle vermeiden (Elektrischer Kochofen in Afrika, Investments in Windparks, etc.), nicht anrechenbar sind. Es müssen CO2-Zertifikate sein, bei denen der Atmosphäre aktiv auf technische Weise („Direct Air Capture“) oder biologische Weise (Aufforstung, Sequestrierung, etc.) Kohlen­dioxid entzogen und langfristig über einen Zeit­raum von mehr als 100 Jahren gespeichert wird. Von diesen Projekten gibt es bislang nur sehr wenige. Standards hierzu sind in vielen Bereichen noch in Ausarbeitung.

Die Begriffe Net Zero, klima- oder CO2-neutral werden häufig verwechselt. CO2-Neutralität bezieht sich nur auf Kohlen­stoff­emissionen und schließt alle anderen Treibhaus­gase aus. Klimaneutral würde wissen­schaftlich gesehen bedeuten, dass neben allen Treibhaus­­gas­­emissionen auch andere klima­wirksame Effekte wie z. B. Albedo berücksichtigt werden.


Zusätzlich ist der Begriff „Neutralität“ derzeit durch keinen Standard eindeutig definiert, und kann bedeuten, dass keine Emissionen reduziert, sondern diese nur kompensiert und Kompensationszertifizikate gekauft wurden. Net Zero hingegen ist durch SBTi klar definiert und bedeutet, dass 80-90 % der Emissionen reduziert werden müssen.


EY denkstatt empfiehlt daher transparente und ambitionierte Ziel­setzungs­formulierungen. Hier ein paar mögliche Beispiele:

  • „Net Zero CO2-Emissionen (Scope-1-2-3) bis 2040“
  • „Net Zero Treibhausgasemissionen (Scope-1-2) bis 2030“
  • „-42 % CO2-Emissionen (Scope-1-2-3) bis 2030“

Kontaktieren Sie uns für Ihr Net Zero Ziel.

Die Reduzierung von Scope-1- und Scope-2-Emissionen ist eine technische Herausforderung, die sich in den meisten Unternehmen mit existierenden Technologien mit geringen Mehrkosten und manchmal sogar durch Einsparungen lösen lässt. Scope-3-Emissionen hingegen sind eine strategische Herausforderung, die eine ganzheitliche Betrachtung bedingt. Daher haben die Ökobilanzierung und die Kreislaufwirtschaft ein enormes Potenzial zur Emissionsreduzierung, ohne dabei negative Auswirkungen auf den Wasserverbrauch, die Biodiversität und den Ressourcenverbrauch zu verursachen. Um diese Komplexität anzugehen, empfehlen wir die Durchführung von Lebenszyklusanalysen (LCAs) für Produkte und Dienstleistungen, um (nicht nur) die Hebel zur CO2-Reduktion entlang der Wertschöpfungs­kette zu identifizieren, sondern auch Wechselwirkungen mit anderen Umweltauswirkungen (Biodiversität, Wasserverbrauch, Ressourcenverbrauch usw.) zu erkennen und anzugehen, um eine ganzheitlich nachhaltige Lösung zu finden.

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